zur Transformation der #Kunst im #Internet -Zeitalter • #digitale #Aemulatio /via ZEIT online

http://www.zeit.de/2015/46/fotografie-smartphone-kunst-selfies-museen/

das dritte Auge


Aemulatio

Zitate:

Endlich erfüllt sich der Traum der Avantgarde: Dank digitaler Technik entstehen neue Bildkulturen und verschmelzen Kunst und Leben
.

So bewahrheiten sich Theorien, denen zufolge das Kunstwerk offen sei und seine Bedeutung erst im Moment der Rezeption entfalte. Allerdings ist es eine Entfaltung, die sich auch im Medium des Bildes vollzieht, fotografierend, collagierend, bloggend.
Woraus sich folgern ließe, dass es sich bei diesen Bildern ebenfalls um eine Form von Kunst handelt.

Wenn jedoch die Kunsterfahrung an keinen Ort mehr gebunden ist, wenn sich Besucher als aktive Mitschöpfer und ebenso als Kuratoren fühlen dürfen, wieso sollte das Museum noch als Letztinstanz gelten?
Wenn es nicht mehr zeitlos erscheint, sondern den Ökonomien der Aufmerksamkeit folgt, warum sollte es über alle Zweifel erhaben sein und darüber entscheiden, was Kunst ist und was nicht?

2 Gedanken zu “zur Transformation der #Kunst im #Internet -Zeitalter • #digitale #Aemulatio /via ZEIT online

  1. Ich kann nur schwer einschätzen ob die sich Selbstfotografiererei nur eine Zeiterscheinung darstellt, oder gleichzusetzen ist mit den Sebstportraits alter Meister. Ich habe mich auch schon selbst gezeichnet, jedoch noch nie selbst abgelichtet und wenn ich mir die „Selfies“ so ansehe, ob vor einem interessanten Hintergrund oder nicht, sind die meisten stinklangweilig und sagen nichts aus, bis auf die Tatsache, dass es sich um eine Nabelschau des geschmeichelt seins handelt. Gut gemachte Fotografien beinhalten wesentlich mehr, als nur auf den Auslöser zu drücken und hinterher am PC alles zu ändern, wofür man sich vorher keine Mühe gegeben hat. Die Popart eines Andy Warhole folgte nur dem Kommerz, war schnell herzustellen, aber wenigstens ein neues Momentum der Kunstszene.

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    • Vielen Dank für den Beitrag und Kommentar … genau das sollte hier ja „provoziert“ werden 😂😂
      Also an Selfies habe ich hier gar nicht so gedacht, auch wenn es im Titel des Beitrags auftaucht.
      Ich dachte an das, was zB Dada oder Beuys und Fluxus vertraten und was sich u.a. in der Diskussion „wann ist etwas Kunst bzw. wann wird es dazu“ offenbart, und besonders, wenn man jetzt neu Internet, digitale Technik und Kommunikationsmöglichkeiten dabei mit berücksichtigt.
      Ich sehe – wie in Wirtschaft und im Sozialen – auch bei der Kunst einen völligen Umbruch (einen Paradigmenwechsel) durch den Einfluss der digitalen Technik.
      Warhol oder auch Koons sind zweifellos ökonomisch extrem orientiert (und über ihren letztendlichen künstlerischen Gehalt kann man sich gut streiten), aber waren das zB Rembrandt oder Dürer nicht auch ?
      Kunst und Kommerz können m.E. so schwer voneinander getrennt betrachtet werden wie reales und „virtuelles“ Leben bzw. wie Kunst, Kunstschaffender und Betrachter heute (was der Artikel sagt).

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